Fotografien aus der Stille.
Schwarzweiß, immer.
Aus Wien und von seinen Rändern.
Über die Arbeit
Ich bin in Wien aufgewachsen und habe mir die Fotografie selbst beigebracht. Was mich aufhält, sind die Dinge, an denen die meisten vorbeigehen, ein Reh zwischen den Grabsteinen, das Licht in einem leeren Kreuzgang, eine Gestalt im Nebel. Ein einzelner Baum unter der Milchstraße. Eine Wand aus Schädeln.
Schwarzweiß, weil Farbe ablenkt. Wien, weil diese Stadt aus Leere und Ornament besteht, das eine trägt das andere. Alles andere fotografiere ich nur, wenn es mich zwingt hinzusehen.
Steinerne Geometrie, Licht aus hohen Fenstern. Räume, die das Schweigen laut machen.
Der zweitgrößte Friedhof Europas. Ich gehe hier seit Jahren, für die Rehe, die Grabsteine und die Ruhe inmitten der Stadt.
Ein Beinhaus. Was passiert, wenn man den Satz „alle werden sterben" nicht mehr als Metapher liest, sondern als Raum betritt.
Wenn die Stadt leer ist, bleibt nur die Architektur und manchmal eine einzelne Figur, die hindurchgeht.
Die Welt zieht sich zurück, die Geometrie bleibt.
Bewegt
Kurzer Film vom Zentralfriedhof — Juni 2025.
Wenn man weit genug rausfährt, in die Alpen, ins Waldviertel öffnet sich der Himmel noch. Diese Bilder zeugen davon.
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